Safari und die Farbdarstellung

Unlängst fiel mir ein merkwürdiges Verhalten des Safari Browsers auf. Da ich gerade an einer zweiten Webpräsenz für mich arbeite, diese allerdings eben noch “work in progress” ist, steht derzeit nur eine Grafik als Platzhalter auf axelbeyer.com. Die Hintergrundfarbe dieser Grafik ist ein spezieller Grauton. Eben diesen Grauton, also den exakt gleichen hexadezimalen Wert habe ich außerdem als body bgcolor für die HTML Startseite definiert. Das Resultat: jeder Browser stellt die Seite so dar, dass kein Unterschied zwischen Seitenhintergrund und Grafik zu sehen ist, bis auf Apples Safari. Dort werden die beiden eigentlich identischen Grautöne offensichtlich unterschiedlich gerendert. Ein kurzer Vergleich zeigt: nicht die bgcolor der HTML Seite wird falsch interpretiert, sondern die Grafik selbst.

Ein kurzer Blick auf die Apple Website. In der Featureliste für Safari ist unter anderem folgendes zu finden:

Unterstützung für Farbprofile
Als einziger Browser, der die Farbe von Webbildern korrigiert, liefert Safari lebendige und besonders präzise Farben. Safari unterstützte die Farbprofile des ICC (International Color Consortium) von Anfang an, sodass die Fotos und Bilder, die Sie in Ihrem Browser sehen, so originalgetreu sind wie nur möglich.

Aha! Safari interpretiert die Grafik also nicht falsch, sondern korrekter als andere Browser… Konkret: zu jeder Grafikdatei kann ein Farbprofil abgespeichert werden, dass dem anzeigenden Endgerät (bzw. der darstellenden Software) Informationen über die originalgetreue Darstellung der Farben liefert. Darum scheren sich IE, Firefox und Co. offenbar wenig, Safari schon. Ein Blick in die Dateieigenschaften der erwähnten Grafik offenbart als Farbprofil “sRGB IEC61966-2.1″. Speichert man eine Grafik in Photoshop, hat man im Speichern-Dialog die Option, eben dieses Farbprofil in der Datei einzubetten – diese Option ist standardmäßig aktiviert. Also: Grafik neu speichern und Haken raus. Dann klappt’s auch mit dem Nachb… ähm Safari.

Hinterlassen Sie einen Kommentar oder abonnieren Sie den Feed.

1 Kommentar bisher

Kommentare

Den Safari nehme ich immer zum Testen – da sieht man jeden Fehler den man beim erstellen einer Webseite macht. (Ok, außer den IE – der ist selber ein Fehler – argh)

Einen Kommentar hinterlassen

(erforderlich)

(erforderlich)