Die Poeten des Niedergangs

Nicht wenige werden sie kennen ohne den Namen je gehört zu haben: die finnische Band Poets of the Fall hatte ihren internationalen Auftritt auf recht untypische Weise – sie steuerten mit Late Goodbye einen Themesong für das überaus erfolgreiche Computerspiel Max Payne 2 bei und erlangten so Aufmerksamkeit über die eigenen Landesgrenzen hinaus. In ihrem Heimatland spielen die Poets längst in der obersten Liga und konnten zahlreiche Preise abräumen.

Da ist es umso trauriger, wenn man hierzulande nur fragend angeschaut wird, wenn man den Namen der Band in den Mund nimmt. Aus diesem Grund hier eine kleine Vorstellung.

Mit ihrem Debutalbum Signs of Life sorgten die Jungs um Frontsänger Marko Saaresto 2005 für einen beeindruckenden Einstand – Awards für “Bester Newcomer des Jahres”, “Bestes Debutalbum”, “Beste finnische Band” usw. folgten auf dem Fuße. Das Album erlangte Platin-Status und belegte über ein Jahr lang Platz 1 der finnischen Charts. Mit ihren rockigen, teilweise melancholischen Songs reihen sich die Poets in eine Riege mit bekannten Gruppen wie 3 Doors Down oder auch Snow Patrol ein – bieten aber stets mehr als genug Eigenheiten, um nicht in eine Schublade gesteckt werden zu müssen.

Mitte April 2006 dann die Veröffentlichung des zweiten Albums Carnival of Rust, das erst ein Jahr später auch in Deutschland released wurde. Konsequent verfolgen die Poeten dabei ihre bekannten Qualitäten ohne langweilig zu werden oder den Eindruck zu erwecken, die musikalische Bandbreite sei in irgendeiner Form beschränkt (wie bspw. bei Linkin Park leider immer wieder offensichtlich). Kaum ein Song ist zu finden, der qualitativ hinter den anderen zurücksteht – ein durchweg hochwertiges Album ist das Ergebnis.

Leider spielen Poets of the Fall trotz ihrer Qualität weiterhin hauptsächlich in Skandinavien eine Rolle. Entsprechend führen sie ihre Touren auch kaum einmal aus dem Norden Europas heraus, vereinzelte Besuche in unseren Breitengraden sind bisher alles. Ausgerechnet treten sie dabei auch noch teils als Vorband auf, obwohl sie locker mit den Hauptacts mithalten können.

Nun ist es an den Kunden (euch!), dem ein Ende zu setzen ;) Auf dass sie nie wieder die Schmach erleiden mögen, Supporter für Sunrise Avenue zu sein …

Anspieltipp: alles

Disclaimer: nope, ich wurde weder bezahlt noch sonstwie von der Band oder deren Management gefördert – dieser Beitrag gibt neben Fakten ausschließlich meine persönliche Meinung wieder

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7 Kommentare bisher

Kommentare

Da hat’s dich ja richtig erwischt, wa? ;) Aber mit jedem Auftritt als Vorband in Dtl vergrößert sich deren Fangemeinde Stückchen für Stückchen. Und hey, ich bin der lebende Beweis für diese Theorie :)
Btw es kotzt mich immer noch soo an, dass sich meine Vids von denen beim Concert nur auf 3×30sec-Schnippsl beschränken :/

Da die Bild- und Tonqualität der Handy-Clips grottig mies ist, kann man über deren geringe Anzahl hinwegsehen würd ich sagen.

Oder doch eher die Poeten der Herbstzeit (und der Herbststimmung)?

Das Cover des ersten Albums deutet ja eher auf diesen Hintergedanken bei der Namensgebung hin ;)

…des zweiten Album natürlich

Niedergang klingt poetischer :P

ist aber schlicht falsch und bezieht sich tatsächlich einfach nur auf den Herbst… ;-)

Großartige Band übrigens!

Rockie

Haben sie das selbst mal irgendwann gesagt?

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